Energetische Sanierung rechnet sich

"Energetische Modernisierungsmaßnahmen rechnen sich", erklärt Tobias Timm. Der Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland dementiert aktuelle Gerüchte, nach denen die energetisch Sanierung unwirtschaftlich sei. Bestätigt wird er von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).  „Die Mehrkosten für die energetischen Maßnahmen lassen sich über die Energieeinsparung refinanzieren. Das zeigen hunderte Praxisbeispiele der dena“, betont Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung und Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea).

In der Presse wurde jüngst die Wirtschaftlichkeit der energetischen Gebäudesanierung infrage gestellt. Die Artikel beziehen sich auf eine im Auftrag der KfW Bankengruppe erstellte Studie der Prognos AG, die die volkswirtschaftlichen Effekte der KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen und Sanieren untersucht. In der Berichten wird in der Regel jedoch nicht unterschieden zwischen den Kosten, die ohnehin für Neubau oder Sanierung anfallen, und den Mehrkosten, die energiesparende Maßnahmen verursachen. In der Bilanz dürfen nur die für Energieeffizienz relevanten Mehrkosten den Energieeinsparungen gegenübergestellt werden. „Gebäudeeigentümer sollten sich nicht durch irreführende Zahlenvergleiche beunruhigen lassen“, sagt Stephan Kohler. „Wenn ein neues Fenster eingebaut oder eine Fassade erneuert wird, fallen immer Kosten an, egal ob nun besonders energieeffizient oder nicht. Deswegen muss bei einer Sanierung genau untersucht werden, welche Maßnahmen sowieso für Instandhaltung oder Modernisierung nötig sind und welche explizit die Energieeffizienz verbessern. Vergleicht man die Kosten für Energieeffizienzmaßnahmen mit den Energieeinsparungen, wird klar: Die energetische Gebäudesanierung lohnt sich. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit ohnehin anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden.“

 

Bauherren empfiehlt die dena, sich frühzeitig an einen qualifizierten Experten für die Planung und den Bau von Effizienzhäusern zu wenden. Fachunternehmen finden sich auf der Homepage der Klimaschutzagentur Weserbergland (www.klimaschutzagentur.org) unter der Rubrik "Energie-Profis". 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk