Schulprojekt "Prima Klima": Hausmeister sind fit

Weil sie alle Tricks und Kniffe des intelligenten Energiesparens beherrschen wollen, drückten sie noch einmal die Schulbank: 36 Schulhausmeister haben sich vom Ingenieurteam des Energie- und Umweltzentrums am Deister über die heimlichen Energiefresser informieren lassen und gelernt, die Heizungsanlagen an ihrem Arbeitsplatz zu optimieren. Die Qualifizierung von Hausmeistern ist ein Baustein des Landkreisprojektes, mit dem Schulen und Kitas Unterstützung zur Intelligenten Energienutzung zur Seite gestellt wird.

Das Projekt ist so angelegt, dass in kommunalen Schulen und Kitas über einen Förderzeitraum von drei Jahren Vorortberatungen angeboten werden, um so dauerhaft Kompetenz und Umweltbewusstsein auf zu bauen und eine Vernetzung unter den Schulen und Kitas, aber auch vor allen Dingen unter den Hausmeistern zu erreichen. Und warum beginnen gerade die Hausmeister und Haustechniker? Hausmeister haben eine Schlüsselrolle in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden Sie kennen „ihr“ Gebäude, die vorhandene Technik und deren Schwachstellen. Für alle Schulnutzer sind sie der Ansprechpartner oder „Sündenbock“, je nach dem. Gewiss ist aber: Ohne sie läuft nichts, schon gar keine sinnvolle Energienutzung.

 

Erfahrungen haben bewiesen: 15 Prozent Energieeinsparungen sind alleine durch Verhaltensänderung der Nutzer und kleinere handwerkliche Maßnahmen erreichbar. Deshalb soll der bewusste Umgang mit Energie in Schulen gefördert werden. 

Zu den weiteren kostenfreien Angeboten für Schulen gehören Workshops, Energierundgänge, Klimaforen und viele nützliche und pragmatische Informationen. Darüber hinaus stehen allen Schulen, die sich aktiv beteiligen, Profis zur Seite, die Fragen beantworten und behilflich sind beim Aufbau von Energieteams, -kampagnen und Projektideen. Und: Wer viel spart, gewinnt auch viel!

 

Zur Unterstützung und als Anreiz aktiv mitzumachen haben alle kreisangehörigen Gemeinden und der Landkreis Hameln-Pyrmont an ihren Schulen ein Prämiensystem eingeführt, mit dem jedes Jahr aktive, vorbildliche Einrichtungen belohnt werden. Die erste Prämierung ist im Herbst 2013, also genug Zeit, viele Ideen zu entwickeln und umzusetzten.

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen hat vorgerechnet, dass in den 42000 Schulen in Deutschland durch Verhaltensänderungen jährlich 180 Millionen Euro an Energiekosten eingespart werden können – ohne Investitionen in Sanierungen.

 

„Teure Sanierungen aber allein bringen bei unverändertem Nutzerverhalten dagegen kaum etwas“ , so Landrat Rüdiger Butte. „Wir haben in den letzten 10 Jahren mehr als 64 Millionen Euro in unsere Schulen investiert. Dieses Kapital wollen wir mit dem neuen Projekt vergolden. Denn nur wenn energetische Sanierung und intelligentes Nutzerverhalten Hand in Hand gehen, erreicht man den optimalen Nutzen für Umwelt und öffentliche Kassen.“ 

  

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk