Klimaschutzagentur widerlegt Gerüchte rund um Wärmedämmung

Unterstützung von der deutschen Schauspiel-Elite: TV- und Kino-Star Tina Ruland reist nach Holzminden, um die Klimaschutzagentur Weserbergland als Botschafterin zu unterstützen. Am Donnerstag, 11. Februar, stellt sie im Foyer der Stadthalle unterhaltsam und spannend die Zusammenhänge von „Kultur und Klimawandel“ dar, verrät sie ihre ganz persönlichen Energiespartipps. 

Nach den zitierten Studien soll bei den gedämmten Häusern aufgrund der dicken Kunststoffmassen in den Außenwänden dem Innenraum zu keinem Zeitpunkt Wärme zugeführt werden. Timm führt diese Behauptung ad absurdum – indem der Diplom-Ingenieur erklärt, wie Wärmedämmung eigentlich funktioniert. Auf verschiedenen Wegen – aus physikalischer Sicht – verlasse die Wärme die Immobilie – nämlich durch Wärmeleitung (Transmission), Luftbewegung (Konvektion) und Strahlung. Die Wärmedämmung reduziere die Wärmeverluste. Diese kompensiere wenig effektive Baustoffe, bekämpfe Wärmebrücken. Fazit: Der Heizenergieverbrauch verringere sich, die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall nehme ab. „Und der Wohnkomfort steigt deutlich an“, ergänzt Timm. „Schimmel entsteht nur bei kalten Oberflächentemperaturen. Durch die Dämmung steigen die Temperaturen an, die Gefahr wird also gebannt.“

 

Grundsätzlich sollten drei Möglichkeiten der Wärmedämmung im Fokus stehen: Außen-, Innen- und Kerndämm-Arbeiten. Die Außendämmung sei grundsätzlich die beste Maßnahme mit dem größten Effekt, den Heizenergieverbrauch zu senken, so Timm. Aus bauphysikalischer Sicht sei diese ideal, da üblicherweise Wärmebrücken eingebunden und so aufgehoben werden könnten. Optimale Kombination aus wirtschaftlicher Sicht: die Außendämmung im Rahmen einer Fassadenauffrischung zu beauftragen. „Über die Außenwände eines Hauses geht die meiste Energie verloren; hier konsequent energetisch zu sanieren, spart bis zu 50 Prozent der Heizkosten“, betont Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbands Wärmedämm-Verbundsysteme. Und Christian Bruch, Geschäftsführer des Gesamtverbandes Dämmstoffindustrie (GDI), ergänzt: „Eine gute Gebäudedämmung kann bei den Bürgern, die in den eigenen vier Wänden leben, für langfristige Versorgungs- und Kostensicherheit sorgen.“

 

Die Kerndämmung ist lediglich bei zweischaligem Mauerwerk machbar. Sie garantiert keinerlei Raumverlust und kann in der Regel schnell umgesetzt werden. Der Wandaufbau ist allerding bei den meisten Gebäuden einschalig und besteht aus wärmedämmenden Baustoffen wie Ziegel, Bims oder Porenbeton.

 

Die Innendämmung bietet die Möglichkeit zur partiellen Isolierung. Außerdem ist diese angezeigt, wenn die Außendämmung aufgrund von Einschränkungen durch den Denkmalschutz ausgeschlossen ist. Der schnelle Temperaturanstieg nach erfolgreich ausgeführten Dämmmaßnahmen ist garantiert. Und: Die Arbeiten zur Innendämmung können bei jeder Witterung durchgeführt werden.In der Regel entstehen ob des geringeren Aufwands weniger Kosten als bei der Außendämmung.

 

Für eine Wirtschaftlichkeitsstudie der Deutschen Energieagentur (dena) im Rahmen des dena-Modellprojekts „Niedrigenergiehaus im Bestand“ wurden 360 Wohngebäude energieeffizient saniert und dabei intensiv begleitet. Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und die KfW. Dabei wurde festgestellt, dass die fachgerecht ausgeführte Wärmedämmung erheblich zur Reduzierung der Energiekosten beiträgt.

 

„Wichtig ist, dass die Qualität am Bau stimmt“, betont Timm. „Nur so kann Wärmedämmung funktionieren.“ Die fachgerechte Ausführung garantieren die Energie-Profis Weserbergland. Firmen, die stets auf dem neuesten Stand der Technik sind, finden sich unter dieser Marke in der Anbieter-Übersicht auf der Homepage der Agentur (www.klimaschutzagentur.org). Die KfW hat ein eigenes Förderprogramm zur Baubegleitung aufgelegt, das diese mit bis zu 4000 Euro bezuschusst (http://www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Foerderberater/Bauen,_Wohnen,_Energie_sparen/Energetisch_Sanieren/Qualifizierte_Baubegleitung/index.jsp).

 

Die individuelle Beratung, welche Methode zu welchem Objekt passt, bietet die Klimaschutzagentur. Weitere Informationen rund ums Thema Wärmedämmung erteilen die Experten am HefeHof 22 in Hameln. Telefonische Auskünfte gibt’s unter 0 51 51 / 9 57 88 77. Das Service-Telefon ist montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags sogar bis 19 Uhr besetzt ist. 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk