Förderprogramm für Querschnittstechnologien

Staatliche Zuschüsse für energetischen Weitblick in Unternehmen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlt künftig Zuschüsse für Energieeffizienzmaßnahmen in Querschnittstechnologien. Grundlage ist die aktuelle Richtlinie für Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand. Kleine und mittlere Unternehmen, so genannte „KMU“ sowie sonstige Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten und einem maximalen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro können seit  dem 1. Oktober beim BAFA einen Antrag auf Förderung stellen. Von beispielhaften Fördermaßnahmen spricht Dörthe Knefelkamp von der Klimaschutzagentur Weserbergland. Die Diplom-Wirtschafts-Ingenieurin ist überzeugt: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, geht es um die Umsetzung von bundesweiten Energieeffizienzzielen.“ 

 

Die Klimaschutzagentur Weserbergland hilft bei der Erschließung bestehender Energieeinsparpotenziale in Industrie und Gewerbe. „Der Einsatz effizienter Querschnittstechnologien ist gleich doppelt Gewinn bringend“, so Knefelkamp. Unternehmen profitierten, gleichfalls auch die Umwelt. Das Programm umfasst zwei Arten von Maßnahmen, die Förderung von Einzelmaßnahmen sowie die sogenannte systemische Optimierung. In diesem Rahmen könnten beispielsweise Beleuchtungssysteme optimiert werden, so Knefelkamp.

 

Bei Einzelmaßnahmen wird der Ersatz einzelner Anlagen durch hocheffiziente Anlagen in den Bereichen elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Raumlufttechnische Anlagen, Druckluftsysteme sowie Anlagen zur Wärmerückgewinnung mit einem nicht rückzahlbarem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent für KMU – sonstige Unternehmen erhalten 20 Prozent  – gefördert. Das förderfähige Netto-Investitionsvolumen beträgt maximal 30.000 Euro je Antragsteller.

 

Die systemische Optimierung zielt auf die ganzheitliche Betrachtung eines technischen Systems. Im Rahmen einer Energieberatung wird ein unternehmensspezifisches Energieeinsparkonzept erarbeitet. Hintergrund dabei: Die Energieeffizienz eines technischen Systems unter Nutzung hocheffizienter Querschnittstechnologien soll verbessert werden. Der Ersatz von Querschnittstechnologien als auch der Ersatz von Anlagen oder Anlagenteilen sind dabei förderungswürdig. Finanzielle Unterstützung gibt’s außerdem für  Leistungen für die Dämmung von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen sowie die Energieberatung. Das Netto-Investitionsvolumen müsse mindestens 30.000 Euro betragen, die maximale Fördersumme sei auf 100.000 Euro begrenzt. „Die Beratung bildet die Basis, die notwendig ist zur Erstellung eines Energieeinsparkonzeptes“, erläutert Knefelkamp.

 

Weitere Informationen erteilt Diplom-Wirtschafts-Ingenieurin Dörthe Knefelkamp. Terminvereinbarung: bei der Klimaschutzagentur Weserbergland telefonisch unter 05151/95788-12 oder per E-Mail (knefelkamp@klimaschutzagentur.org).

Weitere Details zur Förderung und zum Antragsverfahren sind auf der Internetseite des BAFA unter www.bafa.de -> Energie -> Querschnittstechnologien zu finden.

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk