Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Energiequelle Sonne - für die Klimaschutzagentur Weserbergland zum Auftakt der SOLTEC 2012 gleich doppelt bedeutend. Nicht nur, dass bei schönstem Spätsommerwetter die Messe rund um Erneuerbare Energien am Freitag, 7. September, offiziell im Kunstkreis vor mehr als 100 Gästen eröffnet werden konnte. Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, beschrieb außerdem mit Enthusiasmus die Möglichkeiten der Zukunft durch Erneuerbare Energien.                                                                          

 

 

Die Fachtagung, die die Klimaschutzagentur gemeinsam mit der BioenergieRegion Weserbergland plus initiiert hatte, punktete als hochkarätiges Begleitprogramm der SOLTEC. Zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung, Nachbarkommunen, Energieversorgungsunternehmen, spezifischen Institutionen und Fachbetrieben sowie auch Privatleute verfolgten mit großem Interesse die ausführlichen Informationspräsentationen der hoch geschätzten Experten, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren. Der Kongress avancierte zum Informationsmittelpunkt der Messe.

 

Das Thema eins, das heutzutage aufgrund steigender Energiekosten und zunehmender Umweltbelastung in aller Munde ist: Chancen und Nutzen von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. Eine Schlagzeile, die auch die Grußworte des Landrats Rüdiger Butte (Foto) prägte. In seiner Rede wertete er Energie als „kostbares" Gut. „Erneuerbare Energien werden für die Energieversorgung von morgen immer wichtiger!“, zeigte er sich überzeugt. Neben einer Verbesserung der Energieeffizienz seien alle regenerativen Energieträger aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme relevant: „Nur im intelligenten Verbund kann unser Energiebedarf langfristig bezahlbar gedeckt werden“, behauptete Butte – und beschrieb damit seine Vorstellung von moderner Umweltpolitik. Butte machte deutlich, dass im Landkreis Hameln-Pyrmont, ein großes Potenzial zur Reduzierung von CO2-Ausstoss stecke. Schließlich seien rund 80 Prozent aller Gebäude noch vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung Ende der 1970er Jahre und damit größtenteils ohne nennenswerten Wärmeschutz gebaut worden.

 

Butte erinnerte daran, dass der Landkreis Hameln-Pyrmont auf der Basis einer empirischen CO2-Bilanz schon als kommunaler Vorreiter ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt habe. Ziel der Klimaschutzaktivitäten kurz-, mittel- wie langfristig: “Wir wollen im Landkreis unseren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent reduzieren.“ Langfristig solle der Energiebedarf in der Region vollständig aus erneuerbaren Energien vor Ort gedeckt werden. Hameln-Pyrmont als Klimaschutz-Landkreis? Eine erstrebenswerte Bezeichnung. „Damit stärken wir den ländlichen Lebens- und Wirtschaftsraum nachweislich und tragen zu einem hohen Maß an regionaler Wertschöpfung und dem Erhalt von Arbeitsplätzen bei“, zeigte sich der Landrat optimistisch.

 

Klimaschutz benötige die Kompetenz und Vernetzung vor Ort, führte er weiter aus. Die Energiewende – sie müsse vor der eigenen Haustür umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang nannte er das bei der Weserbergland AG angesiedelten Projekt Bioenergieregion Weserbergland plus, mit dem der Strom- und Wärmeerzeugung aus regionalen erneuerbaren Energien wichtige Impulse gegeben würden. Ausdrücklich lobte er die „fachlich sehr gut aufgestellte Klimaschutzagentur“. Dem Team sei es gelungen, „das Thema Energieeffizienz in die Köpfe und Herzen unserer Bevölkerung zu transportieren“. Längst habe die Klimaschutzagentur durch ihre umsetzungsorientierte, professionelle Arbeit einen hohen Stellenwert in der Region erworben und sogar bundesweit Impulse gesetzt. Das Angebot einer kostenlosen und neutralen Energieberatung im Landkreis Hameln-Pyrmont werde hervorragend angenommen.

 

Konkrete Beispiele nannte der Landrat – zum Beispiel die Haus-zu-Haus-Beratungskampagne „Mach Dein Haus fit!“, bei der die Informationsvielfalt und die individuelle Beratung rund um energetische Sanierung im Vordergrund steht. Außerdem führe die Klimaschutzagentur als Kooperationspartner des Bundeswirtschaftsministeriums kostenlose Initialberatungen in kleinen und mittleren Unternehmen durch. Zudem würden Unternehmen beim Aufbau eines demnächst gesetzlich vorgeschriebenen Energiemanagements nach ISO 50001 beraten und unterstützt. Und: „Für Kommunen werden angepasste Angebote von Leistungen innerhalb eines kommunalen Energiemanagements entwickelt und durchgeführt.“

 

Und nicht nur für Kommunen, sondern auch für Betriebe würden professionelle Energie- und Anlagenkonzepte erstellt. „Als regionaler Partner von KfW-Bank und Deutscher Energieagentur begleitet das Team der Klimaschutzagentur Fördermaßnahmen in Norddeutschland technisch und zertifiziert“, führte der Landrat in seinem Vortrag aus. Worte, die Klimaschutzagentur-Geschäftsführer Timm im anschließenden Messerundgang mit konkreten Beispielen aus der Praxis bekräftigen konnte. Nach der offiziellen Eröffnung der SOLTEC durch Hamelns Bürgermeisterin Sylke Keil erkundeten die Gäste bei der Führung durch die Messehalle Neuheiten und Besonderheiten. Und waren sich im Anschluss einig: „Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien“.

 

Sonnige Aussichten für Energiekonzepte Neutrale und kostenlose Tipps hatte die Klimaschutzagentur Weserbergland auch am Sonnabend und Sonntag (8. und 9. September) an ihrem Stand auf der SOLTEC 2012 parat. Die Fachleute waren unter anderem Ansprechpartner für energieeffizientes Bauen und Modernisieren, moderne Heizungs- und Lüftungstechnik, für die Nutzung Erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung sowie ganz allgemein für Energiesparmaßnahmen. Außerdem gaben sie Anregungen für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und zu Fördergeldern.    

 

Die Reden der Fachreferenten zum Downloaden:

Dr. Burkhard Schulze Darup (PDF, 3,8 MB)

Dr. Burkhard Kirchhoff (PDF, 2 MB)

MR Peter Rathert (PDF, 644 kB)

Dr.-Ing. Kati Jagnow (PDF, 1,3 MB) 

 

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk