Klimaschutzagentur berät - Ministerium fördert

Energieeffizienzcoaching für Schulen und Kitas

 

Für drei Jahre unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die beratende Begleitung zur intelligenten Energienutzung an Schulen und Kitas in Hameln-Pyrmont. Auf Beschluss des Kreisausschusses wird die Klimaschutzagentur Weserbergland in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren das Projekt durchführen. Klimaschutz und Klimawandel stellen heute eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Daher kommt diesem Thema gerade in Schulen und Kitas eine besondere Bedeutung zu. „Unsere Umwelt ist in guten Händen, wenn unsere Kinder eine Bildung für nachhaltige Entwicklung erfahren, die sie auf die vielfältigen Herausforderungen der zukünftigen Generationen vorbereitet, die Problemlösungskompetenzen vermittelt und die sie zu gesellschaftlichem Engagement motiviert,“ erklärt Landrat Rüdiger Butte das Projekt. Um Jugendliche für den Klimaschutz zu begeistern, wird die Klimaschutzagentur Weserbergland im Auftrag des Landkreises Hameln-Pyrmont öffentlichen Schulen und Kitas coachen. Dieses Projekt wird mit 65 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert und vom Landkreis mit dem Gewinn aus dem Klimaschutzwettbewerb des Landes Niedersachsen gegenfinanziert. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden an allen Einrichtungen Nutzerschulungen mit dem Lehrer- bzw. Erzieherkollegium, aber auch mit den Schülern und Kita-Kindern durchgeführt. Auch Hausmeister- und Haustechniker-Schulungen werden angeboten, um alle Schulnutzer zu energiebewusstem Verhalten anzuregen und ihnen das nötige Wissen dazu zu vermitteln. Das Projekt ist so angelegt, dass den Schulen und Kitas über den Förderzeitraum hinweg eine Zur Unterstützung führen alle kreisangehörigen Gemeinden und der Landkreis Hameln-Pyrmont an ihren Schulen ein Prämiensystem ein: Jedes Jahr sollen künftig die besten und vorbildlichsten Energieeffizienzinitiativen prämiert werden.   

Schulen könnten 180 Millionen Energiekosten sparen

 

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen hat vorgerechnet, dass in den 42.000 Schulen in Deutschland durch Verhaltensänderungen jährlich 180 Mio. Euro an Energiekosten eingespart werden können – ohne Investitionen in Sanierungen. „Teure Sanierungen aber allein bringen bei unverändertem Nutzerverhalten dagegen kaum etwas“ , so Landrat Rüdiger Butte. „Wir haben in den letzten 10 Jahren mehr als 64 Mio. Euro in unsere Schulen investiert. Dieses Kapital wollen wir mit dem neuen Projekt vergolden. Denn nur wenn energetische Sanierung und intelligentes Nutzerverhalten Hand in Hand gehen, erreicht man den optimalen Nutzen für Umwelt und öffentliche Kassen.“

Zu den großen politischen Zielen des Kreistages Hameln-Pyrmont zählt die Senkung der CO2-Emmissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent. Energieeffizienzkampagnen nehmen daher im Integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Hameln-Pyrmont einen hohen Stellenwert ein.  

Ihr Ansprechpartner: Sabine Buntrock, Larisa Purk